Vorsicht, Fake!

Schweizer Uhren genießen weltweit ein hohes Ansehen. Allein mit der Herkunftsbezeichnung Swiss Made verbinden Kunden eine hohe Qualität und präzise Zeitmesser. Doch durch den Ruhm der  Schweizer Uhren scheint sich nebenher eine wahre Industrie entwickelt zu haben, die Fälschungen auf den Markt bringt. Es wird davon ausgegangen, dass in jedem Jahr in etwa genauso viele Fake-Modelle im Umlauf wie tatsächlich von der Schweizer Uhrenindustrie hergestellt werden. Andere gehen sogar davon aus, dass mehr Replikate als Originale im Umlauf sind. Dementsprechend wichtig ist es für Käufer, echte Modelle der großen Manufakturen von billigen Kopien unterscheiden zu können.

Fälschungen schaden dem Image der Marken

Der Besitz gefälschter Uhren ist in der Schweiz nicht verboten. Das wurde in der Vergangenheit durch mehrere gerichtliche Urteile untermauert. Jedoch muss beim Import mit Strafen gerechnet werden. Dementsprechend ist den Herstellern daran gelegen, Fälschungen aus dem Verkehr zu ziehen, noch bevor sie die Kunden erreichen und als Plagiate am Handgelenk getragen werden. Allein der Zoll spürt regelmäßige viele Tausend Exemplare auf und zerstört diese im Anschluss. Viele Kunden bestellen ihre Uhren mittlerweile im Internet nicht mehr nur über renommierte Shops, sondern bei teils unbekannten Händlern. Insbesondere in Sendungen aus Asien gelangen oftmals Uhren auf dem Postweg in die Schweiz und werden dort vom Zoll unter die Lupe genommen.

Fälschungen sorgen nicht nur für einen wirtschaftlichen Schaden durch weniger Verkäufe, sondern zugleich können sie dem Image der Marken schaden. Denn billige Kopien können es in der Regel nicht mit hochpräzisen und aufwendig gefertigten Zeitmessern aufnehmen. Kunden von Rolex, Patek Philippe oder Omega sind von den Uhren eine hohe Qualität gewohnt. Wer auf ein gefälschtes Exemplar hereinfällt und es nicht bemerkt, wird dem Hersteller die Schuld geben. Die minderwertige Qualität ist häufig offensichtlich. Insbesondere wertige Manufakturkaliber, die eigentlich in Handarbeit hergestellt werden, lassen sich nicht einfach nachahmen. Manchmal fällt die Fälschung jedoch erst dann auf, wenn ein versierter Uhrmacher das Werk reparieren möchte, weil bereits früh Defekte auftraten.

Wie lassen sich Fälschungen von Originalen unterscheiden?

Ein geschultes Auge kann häufig auf den ersten Blick ein Fake-Modell von einer echten Uhr eines der Luxushersteller unterscheiden. Doch Laien auf diesem Gebiet fällt die Unterscheidung oftmals schwer. Ein erstes Indiz ist zunächst der Preis. Jeder der sich ein wenig mit den Preisen auseinandergesetzt hat, dem müsste auffallen, dass es hochwertige Zeitmesser nicht zu Billigpreisen geben kann. Unterschiede von mehreren Tausend Euro sollten den Interessenten stützig machen. Doch der Preis alleine ist noch lange kein Beweis dafür, dass es sich um eine Fälschung handelt. Denn es gibt auch Fake-Modelle, die durchaus zu hohen Preisen angeboten werden, wodurch eine Unterscheidung schwerfällt. Umso schwerwiegender wäre für den Käufer der Verlust, wenn er herausfindet, dass es sich nicht um ein echtes Markenmodell handelt. Gerade bei hochpreisigen Fälschungen geben sich die Inverkehrbringer viel Mühe, dass sie nicht auffallen. Dann bedarf es Experten, welche Fälschungen von Originalen unterscheiden können.

Informationen können helfen, Fälschungen zu erkennen

Erscheint der Preis für das anvisierte Modell realistisch, kann es hilfreich sein, den Verkäufer zu überprüfen. Handelt es sich dabei um einen anerkannten Fachhändler oder um einen renommierten Onlineshop? Ebenso hilfreich kann es sein, das anvisierte Modell mit dem des Herstellers zu vergleichen. Viele Hersteller verfügen über eigene Webseiten, über welche sie ihre aktuellen Kollektionen vorstellen. Stimmen die Angaben zu den Uhren überein oder gibt es unklare Abweichungen? Allerdings kopieren viele Fälscher auch die Angaben der Herstellerseiten. Sie übernehmen die Fotos und Beschreibungen, wodurch die Fälschung bei der Bestellung zunächst nicht auffällt. Erst bei Erhalt bemerken sie die Abweichungen vom beschriebenen Modell. Für Kunden, die in ein besonders teures Objekt investieren möchten, für die kann sich auch der Kauf eines spezielles Uhrenbuches als hilfreich erweisen. In diesen werden einige der bekannten Modelle genauestens vorgestellt. Diese Kenntnisse können Käufer nutzen, Replikate von Originalen zu unterscheiden.

Gekaufte Uhren prüfen lassen

Wer bereits eine Uhr gekauft hat und nicht genau weiß, ob es sich dabei um einen Fake handelt, der kann sich an einen Uhrmacher oder direkt an den Hersteller wenden. Diese bieten in einigen Fällen auf Wunsch eine Prüfung an. Handelt es sich bei der Uhr um eine Fälschung, ist es dann allerdings zu spät, zu handeln. Die Händler sind in diesen Fällen meist nicht mehr erreichbar. Sie haben ihren Geschäftssitz oftmals in Asien und anderen Ländern und haben in der Regel kein Interesse daran, die Uhren zurückzunehmen. Das ist jedoch nicht immer der Fall. Ist ein Käufer nach Erhalt der Sendung unsicher, kann er die Sendung bei vielen Shops auch retournieren. 

Nicht jeder Verkäufer ist sich über die Fälschung bewusst. Denn es gibt auch arglose Verkäufer, die ihre Sammlermodelle verkaufen möchten und erst im Zuge des Verkaufsprozesses feststellen, dass es sich um Replikate handelt. Beim Kauf eines Sammlerobjektes besteht beispielsweise die Möglichkeit, den Verkäufer zu bitten, die Echtheit nachzuweisen und gegebenenfalls überprüfen zu lassen. Durch eine Prüfung vorab erhalten Käufer die Sicherheit, kein gefälschtes Produkt zu erwerben.

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