Warum nicht mal ins Uhrenmuseum?

Ein Uhrenmuseum gewährt dem Besucher, wie kein anderes eine Reise durch die Zeit. In diesem werden die Meisterstücke der Uhrmacherkunst und bahnbrechenden Erfindungen der Uhrenwelt ausgestellt. Alleine in der Schweiz gibt es viele unterschiedliche Uhrenmuseen, die sich mit der Geschichte der Zeitmessung auseinandersetzen.

Das weltweit größte Uhrenmuseum

Uhren und die Schweiz gehören für viele Menschen einfach zusammen. Damit ist es nicht verwunderlich, dass in der Schweiz das weltweit größte Uhrenmuseum zu finden ist. Das Musée International d'Horlogerie befindet sich in La Chaux-de-Fonds. In diesem erhalten Besucher die Gelegenheit, mehr als 4.500 Kollektionsstücke genauer zu betrachten. Dazu zählen auch einige Hundert Wanduhren. Mit der Ausstellung widmet sich das Uhrenmuseum nicht nur der besonderen Technik des Uhrmacherhandwerks, sondern ebenso geben sie Einblicke in die künstlerischen und wirtschaftlichen Aspekte. Denn insbesondere in einigen Schweizer Regionen nimmt die Uhrenindustrie einen wichtigen Stellenwert für die lokale Wirtschaft ein. Die Manufakturen boten den Menschen schon früh wertvolle Arbeitsplätze und sorgten dafür, dass die Arbeitskräfte nicht abwanderten. Das Uhrenmuseum zeigt luxuriöse Zeitmesser ebenso wie nützliche Varianten. Besonders die filigranen Details der kleinen Taschenuhren mit feinster Skelettierung bieten dem Betrachter Einblicke in die anspruchsvolle Technik.

Geschichtsträchtige Turmuhren von Luzern

Neben dem internationalen Uhrenmuseum in La Chaux-de-Fonds gibt es in der Schweiz viele weitere interessante Uhrenmuseen. Dazu zählt beispielsweise das Château des Monts mit Uhrenmuseum in Le Locle. In diesem lassen sich auch sehr außergewöhnliche Modelle aus rund 500 Jahren Uhrmachergeschichte bewundern. Besondere Highlights sind beispielsweise die eindrucksvollen Pendeluhren oder die Singvogeluhren. Überall in den Räumen des Anwesens Château des Monts scheinen Uhren zu ticken. Bedeutend größere und imposantere Modelle befinden sich im Zytturm in Luzern. In dieser können einige geschichtsträchtige Turmuhren entdeckt werden. Bereits seit dem späten Mittelalter gibt die Zytturmuhr nicht nur die Zeit an, sondern seither hat sie das Erstschlagsrecht. Damit ertönt sie als erste Uhr in der Stadt bereits eine Minute früher. Die unterschiedlichen Turmuhren der Ausstellung entstanden zwischen dem 16. und 20 Jahrhundert und zeigen damit auf eindrucksvolle Weise die Geschichte und Entwicklung der Technik.

Von Beruf Uhrmacher? Ein Museum liefert Einblicke in die Berufswelt

Etwas anders wird den Besuchern die Geschichte des Uhrmacherhandwerks im Uhrenmuseum Espace horloger nähergebracht. In diesem haben sich die Aussteller dazu entschieden, bei der Präsentation auf modernste Technik wie 3D-Filme und Tablets zu setzen. Im Zuge eines virtuellen Rundgangs erhalten Besucher Einblicke in die Geschichte der Uhrmachertradition des Vallée de Joux. In dieser Region des Landes haben sich die Uhrmacher schon früh auf die Fertigung von Zeitmessern mit Komplikationen spezialisiert. Es waren meist Bauern, die sich mit ihren eigenen kleinen Werkstätten Geld dazu verdienten und letztendlich der Region zu Weltruhm verhalfen. Die virtuelle Präsentation zeigt jedoch nicht nur interessante Exponate, sondern bietet auch Einblick in die Berufswelt der Uhrmacher. Damit möchte das Museum informieren und zugleich das Interesse für diesen Beruf wecken. Denn Uhrmacher sind immer noch gefragt und damit bedarf es stetig neuer, begabter Menschen, welche dieses traditionelle Handwerk erlernen möchten.

Das Uhrenmuseum in der “Welthauptstadt der Uhrmacherei”

Eines der weiteren bedeutenden Uhrenmuseen der Schweiz befindet sich in Biel. Diese Stadt ist auch als die “Welthauptstadt der Uhrmacherei” bekannt. Im La Cité du Temps finden sich  Schweizer Uhren der verschiedensten Bauarten unter einem Dach. Darunter sind fröhliche und farbenfrohe Modelle der Marke Swatch zu finden, aber auch luxuriöse Uhren des Markenherstellers Omega. In Biel wurde zugleich im Jahre 2019 ein neues Uhrenmuseum der Marke Omega eröffnet. In einem modernen, lichtdurchfluteten Gebäude können sich Besucher über die lange, traditionsreiche Geschichte der weltbekannten Manufaktur informieren. Vielen Besuchern wird bei ihrer Reise durch die Geschichte auffallen, dass Omega nicht erst durch prominente Träger der heutigen Zeit bekannt wurde, sondern bereits John F. Kennedy oder auch Albert Einstein Uhren des Herstellers trugen. Auch andere Marken zeigen ihre Geschichte in extra dafür eingerichteten Museen, beispielsweise Patek Philippe. Im gleichnamigen Museum können Besucher Werke aus dem 16. bis 19. Jahrhundert sichten und erhalten damit Einblicke in die Ursprünge der Zeitmessung. 

Privatsammlung mit historischen Zeitmessern

Fernab der großen Manufakturen erhalten Interessierte im Uhrenmuseum Beyer in Zürich die Gelegenheit, sich mit Zeitmessern aus der Zeit um 1.400 vor Christus vertraut zu machen. In dem Gebäude des Ladenlokals der Beyer Chronometrie werden zwar auch neue Modelle ausgestellt, jedoch sind die historischen Ausstellungsstücke sicherlich ein besonderes Highlight. Darunter befinden sich beispielsweise:

  • Sanduhren
  • Wasseruhren
  • Schattenstäbe
  • Öluhren
  • Taschenuhren

Die Vielfalt an Uhrenmodellen der unterschiedlichen Zeitalter der vielen Uhrenmuseen der Schweiz zeigt auf eindrucksvolle Art und Weise wie eng das Land mit dem Uhrmacherhandwerk verbunden ist und zugleich ein Stück der Geschichte und Fortschritte der technischen Möglichkeiten auf. Im Uhrenmuseum in Winterthur, dem Clock Museum, stehen beispielsweise riesige Räderuhren, Sonnenuhren sowie eine astronomische Prunkuhr. Am Ziffernblatt lässt sich nicht nur die Zeit, sondern darüber hinaus Ereignisse wie Mond- und Sonnenfinsternisse ablesen.

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